








über

Ich bin Ella Beck, Sängerin und Songwriterin, und meinen Musikstil nenne ich „electronic chamber art pop“. Musikalisch bewege ich mich zwischen Kate Bush, Agnes Obel, Depeche Mode und Mine.
Den Traum der Solo-Karriere als Late-Bloomerin in der zweiten Lebenshälfte ausleben – warum eigentlich nicht?! Die in diesem Business gängige Schablone des faltenfreien und schnellen Erfolgs passt eben längst nicht auf alle. Vor allem nicht auf weibliche Protagonistinnen, die sich für eine Familie entscheiden. Immer noch viel zu wenige Frauen meines Alters sind auf den Bühnen und in den Medien vertreten, und wenn, dann häufig mit Kommentaren über ihr Alter und darüber „wie gut sie sich doch gehalten habe“, was dann ganz schnell kippen kann in „sie sollte sich so nicht mehr zeigen“. Daher möchte ich allen weiblich gelesenen
Menschen im Kulturbetrieb Mut machen, die eigenen Träume zu verfolgen und nie zu denken, dass es dafür zu spät sein könnte. Lasst uns sichtbar werden und dafür sorgen, dass wir für unser Können bewertet werden, unabhängig von unserem Alter!
Als ich 6 Jahre alt war, erlebte ich zum ersten Mal bewusst mit, wie mein großer Bruder zwischen Weihnachten und Neujahr nächtelang Mixtapes aus dem Radio erstellte und fieberte mit ihm mit, ob er es im richtigen Moment schaffen würde, den Record-Button zu drücken. So wurde ich mit den späten Folk-, Glamrock- und Funk-Tracks und den Anfängen des New Wave und Elektro-Pop der 80er Jahre sozialisiert. Es gab für mich nichts Größeres, nichts Cooleres, nichts Erwachseneres, als mir meinen eigenen Soundtrack zu kreieren! Seitdem wusste ich, Musik würde für immer Dreh- und Angelpunkt meines Lebens sein, und man traf mich nie wieder ohne Ohrwurm oder einem Lied auf den Lippen an.
Mit Corona kam der große Einschnitt, der weite Teile des Kulturbetriebs lahmlegte, und auch meine Lieder und Ohrwürmer kurzzeitig verstummen ließ. Aus 45 Konzerten im Jahr wurden plötzlich 3, meine Chöre und Schüler:innen schrumpften von rund 90 Menschen pro Woche auf null, von 4 geplanten Workshops fand kein einziger statt. Der Aufwand, auf Online-Formate umzustellen, war immens und lohnte sich am Ende kaum.
Aus diesem absoluten Stillstand heraus begannen sich allmählich Sounds, Beats, Texte und Melodien an die Oberfläche zu drängen, die wohl lange schon im Untergrund geschlummert hatten. Ich steckte all meine Energie ins Schreiben und Arrangieren meiner ersten von A–Z selbst produzierten Songs. Dabei war ich selbst überrascht davon, wie viel Freude es mir machte, mich in elektronische Musikproduktion hineinzuarbeiten, zu samplen, Beats zu bauen, Sounds zu kreieren und am Ende alleine mit meinen Songs auf der Bühne zu stehen. Das Gefühl, kreativ und stimmlich aus den Vollen zu schöpfen, und mich so persönlich ausdrücken zu können - diese Selbstwirksamkeit war und ist für mich pures Glück.
Jetzt plane ich meine erste EP-Veröffentlichung im Frühjahr 2027 und möchte meinen Konzertradius erweitern. Ins Radio und ins Fernsehen natürlich auch, und der Welt meine Geschichte erzählen, nämlich dassTräume kein Verfallsdatum haben, und man auch mit weit über 40 eine Stimme und etwas zu erzählen hat.Ich möchte mich nicht verstecken und unsichtbar werden, nur weil ich älter werde, sondern die Erfahrung und das Leben feiern! Wann, wenn nicht jetzt?
Videos
Video Artwork & Animation by Konstantin Decker
Art & Animation by Oliver Robertson-Glenn
Ella Beck im Interview und mit 5 live performten Songs
bei der KG:O-Session
Termine

Webdesign: Jérôme Werner / Hartmut Friedrich-Pfefferkorn
Fotos: Sandra Ludewig



